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Unterwasserrugby

Es gibt einige wenige echte Experten, aber die breite Masse der Leute hat von Unterwasserrugby bisher noch nichts gehört. Dieser relativ neue Mannschaftssport, der nur in wenigen Ländern, und auch dort nur von ein paar Spielern gespielt wird, erfährt in letzter Zeit allerdings einigen Zulauf und auch mediale Aufmerksamkeit. Auf den ersten Blick fällt es schwer sich vorzustellen, wie man einen Ball überhaupt unter Wasser spielt, wie die Spieler ihre Atmung regeln und auch der Gedanke daran, dass es inzwischen sogar Weltmeisterschaften im Unterwasserrugby gibt verwundert.

Geschichte des Unterwasserrugbys

Der Unterwasserrugby und seine Regeln wurden in Deutschland in den 1960er Jahren erfunden, eingeführt und weiterentwickelt. Bei der ersten Variante des Sports wurde noch unter Wasser ein Netz gespannt und der Sport ähnelte eher dem Volleyball. In Mülheim an der Ruhr wurde erstmals ein Match im Unterwasserrugby ausgetragen. Im Jahr 1964 wurde dort das erste echte Match im Unterwasserrugby nach den Regeln, wie sie bis heute in Gebrauch sind gespielt. Stetig entwickelte sich ein Interesse an diesem Sport und es entstanden immer mehr Teams, die dem Unterwasserrugby nachgingen. 1966 wurde die erste Meisterschaft ausgetragen, und seit 1972 gibt es regelmäßige offizielle Deutsche Meisterschaften im Unterwasserrugby. Im Jahr 1973 wurde dieser Sport dann auch international eingeführt und seit 1978 gibt es auch offizielle Europameisterschaften. Weltmeisterschaften im Unterwasserrugby finden seit 1980 statt.

Aufbau und Regeln des Unterwasserrugby

Der Name des Unterwasserrugby Sports kommt nicht von der typischen Rugbyform des Ball mit dem gespielt wird, da dieser komplett rund ist, ungefähr die Größe eines Handballs hat und dabei aussieht wie ein Fußball. Der Unterwasserrugby ist komplett mit Salzwasser gefüllt, so das er auch beim Spiel unter Wasser zu Boden sinken kann. Der Name kommt daher, das sich die Regeln des Sports an denen des Rugby orientieren. Gespielt wird in 2 Mannschaften, die je 6 Spieler, 6 Auswechselspieler und 3 Ersatzspieler haben. Gespielt wird dabei komplett unter Wasser, wobei sich die Tore in einer Wassertiefe zwischen 3,50 und 5 Metern befinden. Ziel des Spiels ist es den Ball in den gegnerischen Korb zu befördern. Körperliche Attacken sind nur gegen den ballführenden Spieler gestattet, Gewaltanwendung ist verboten. Die Schiedsrichter kommunizieren mit den Spielern über Hupen und achten auch darauf das der Ball unter Wasser bleibt. Wegen der hohen körperlichen Belastung können die Spieler und Auswechselspieler während des Spiels fliegend wechseln.

Der besondere Reiz des Unterwasserrugbys

Wasserrugby ist einer der wenigen Sportarten, der in allen 3 Dimensionen gespielt wird. Die Spielen müssen also auch auf ihr Umfeld über und unter ihnen achten. Schnelligkeit und Wendigkeit unter Wasser sind dabei ebenso gefragt, wie Kraft um den Ball unter Wasser zu spielen.